Sascha zählt lieber Leuchttürme
Der kleine Sascha kann nicht schlafen. Das ganze Viertel hat schon die Augen zugemacht und träumt; nur Sascha ist noch hellwach. Zuerst denkt er darüber nach, wie seine Freunde wohl schlafen. Hat Leo seinen Kater Bilbo im Arm und hat seine Mutter
wohl die Hand unters Kopfkissen geschoben, wie sie es sonst immer macht? Und was macht Papa so lange nebenan? Hat er die Pläne für das neue Hochhausprojekt schon bald fertig und kann auch endlich schlafen? Da denkt Sascha an Hochhäuser und wie dort das Licht an- und ausgeht. Wie bei Leuchttürmen, die er mit seinen Eltern schon mal besichtigt hat. Da er immer noch nicht einschlafen kann, holt er eine Taschenlampe und macht sie an und aus, wie bei einem Leuchtturm. Als Papa endlich aus dem Büro kommt und sich zu Sascha ins Bett kuschelt, freut sich Sascha, dass er sich endlich unterhalten kann. Doch Papa ist so müde, dass daraus nichts wird. Da fängt Sascha an, Leuchttürme zu zählen. Bis zum hundertsten Leuchtturm schafft es Papa, gerade noch so wach zu bleiben, dann ist er eingeschlafen. Sascha zählt noch eine Weile, dann ist auch er endlich im Land der Träume. - Die Idee, Leuchttürme statt Schafe zu zählen, ist eine originelle Alternative als Einschlafritual. Die Illustrationen, die überwiegend in dunklem Blau gehalten sind, schaffen eine angenehme gemütliche Nachtatmosphäre, die kleinen Nachteulen das Einschlummern erleichtern kann. Die gelben Akzente, die das Licht darstellen, stehen für Wärme und Geborgenheit, die es braucht, um beruhigt einschlafen zu können. Ein nettes Vorlesebuch zum Einschlafen!
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Sascha zählt lieber Leuchttürme
Oksana Lushchevska und Dzmitry Bandarenka ; illustriert von Oksana Drachkovska ; Übersetzung aus dem Ukrainischen von Oksana Kurylas
Südpol (2022)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3