Papas Tattoos
Ein athletischer Körperbau, ein Irokesen-Schnitt, Nadeln im Ohr und die Haut übersät mit Tattoos – Emilias Vater ist ein echter "Hingucker"! Dabei ahnt er nicht, dass seine Tattoos unter Emilias Blicken lebendig werden können. Wenn der Vater
einschläft, kann sich Emilia mit dem Matrosen, der Meerjungfrau oder dem Totenkopf angeregt unterhalten. Die Pantherin ist Emilias Lieblingsfigur: Auf ihr reitet das Mädchen spazieren und spürt dabei Wildheit und Geborgenheit zugleich. – Hier haben wir es mit einem Bilderbuch über Bilder zu tun, bei dem die Hauptfigur deren Magie erspürt und sich ihr hingibt. Es ist eine zarte, fantasievolle Illustrierung, welche die Betrachter:innen in exotische Welten mitnimmt und sie am surrealen Geschehen teilnehmen lässt. Der warme Körper des Vaters ist der Bildgrund für die Motive, die kleine Erzählungen in Gang setzen. Diese Träumereien umfangen das Kind in einem behüteten Raum. Das Changieren zwischen Wachheit und Schlaf wird im Text und in der Bebilderung schön und maßvoll ausgemalt. So liefert diese originelle Geschichte über eine innige Vater-Tochter-Beziehung auch eine Anleitung zum hingebungsvollen Bilder-Lesen und Geschichten-Erfinden!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Papas Tattoos
Nicolás Schuff ; Illustrationen: Ana Sender ; aus dem Spanischen von Silke Kleemann
von Hacht Verlag (2025)
[36] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4