Das Geheimnis der magischen Blätter
Hoch oben im Baum sitzen zwei – traditionell chinesisch gekleidete – Vögel und unterhalten sich. Es sind Shana und ihr Opa. Shana betrachtet die Blätter des Baumes und fragt sich, was an ihnen besonders ist. "Es sind magische Blätter" sagt der
Opa. Die kleinen frischen Knospen werden gepflückt, danach im Schatten getrocknet, dann in einem Kessel geröstet und anschließend mit heißem Wasser "wieder zum Leben erweckt". Shana probiert den Tee und der wunderbare Duft zieht verschiedene Tiere an. Für den Affen schmeckt der Tee nach Bambussprossen und schönen Erinnerungen, für den Panda nach Früchten und Honig. Schließlich taucht sogar ein gewaltiger Drache aus den Wolken auf, den der Tee an einen besonderen Traum erinnert. Anschließend schlafen alle ein und Shana weiß, dass sie immer an ihren Opa denken wird, wenn sie Tee trinkt … Das Bilderbuch ist eine kindgerechte Hommage an die asiatische Teekultur und die vielfältige "magische" Wirkung des Tees. Die Texte sind einfach und aussagekräftig, die Bilder schlicht in Grau-, Grün- und Rottönen gehalten. Aufs Wesentliche konzentriert ist das Bilderbuch somit eine Einladung zu bewusster Wahrnehmung und der Wertschätzung des Tees als sinnlichem Genuss. Welche Assoziationen weckt er wohl bei kleinen und großen Leser:innen? Vielleicht, dass eine Tasse Tee an ein besonders schönes Buch erinnert …
Vanessa Görtz-Meiners
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Geheimnis der magischen Blätter
Fu Wenzheng ; Übersetzung aus dem Englischen von Lena Baunacke
Carl-Auer (2023)
Carl-Auer Kids
[36] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3