Stalingrad
Der Roman wurde von Christoph Fromm nach dem Drehbuch für den Film Stalingrad geschrieben und für diese Neuauflage überarbeitet. Bei dem Film von 1993 führte Joseph Vilsmaier Regie. In den Vorbemerkungen steht sinngemäß, dass es sich um einen
Roman und nicht um ein Sachbuch handelt und, wo immer sich die beiden Ansprüche im Weg standen, der Roman den Vorzug erhalten hat. Die Handlung dreht sich um vier Hauptpersonen, an deren Schicksal die Grausamkeiten des Krieges für den Leser nacherlebbar werden. Die Schlacht um Stalingrad macht aus den Soldaten nach und nach brutale Schlächter. Die saubere Wehrmacht, eine Idealisierung, die viele Soldaten im Rückblick vornehmen, stellt der Autor bald infrage. Viele Szenen in seinem Buch werden von Christoph Fromm spannend und mitreißend erzählt und nehmen den Leser vor allem gefühlsmäßig mit in die Schrecken des Krieges. In dem einen oder anderen Fall werden aber die vielen Gefechtsbeschreibungen, die Schilderungen der Truppenhierarchie und vor allem die Gedanken und Ängste der vier Hauptpersonen fast etwas langweilig. Zusammenfassend ist dieser Roman über eine der schrecklichsten Schlachten sehr gut gelungen und weitestgehend fesselnd geschrieben.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Stalingrad
Christoph Fromm
Primero-Verl. (2013)
498 S. : Kt.
fest geb.