Plastok - 1. Die Vergiftung
Nach einer vernichtenden Naturkatastrophe haben sich die überlebenden Insekten auf eine Insel gerettet und dort einen hochzivilisierten Staat errichtet. Zur wirtschaftlichen Blüte verhilft ihnen "Plastok", der Plastikmüll, der die Erde überschwemmt
und den die Insekten für sich zu nutzen wissen. Aber ihr Staat ist eine rassistische Diktatur, in der die Blattläuse auf der untersten Stufe stehen. Ausgerechnet die Blattlaus Bug ist ein intimer Freund der Hohepriesterin. Als diese zu Tode kommt, fällt der Verdacht auf Bug. Zusammen mit einer Gottesanbeterin kann er vor der drohenden Todesstrafe fliehen. Es ist ein temporeicher und spannender Krimi, dessen außergewöhnliches Setting in diesem ersten Teil der Graphic Novel für Beachtung sorgt. Die gepanzerten Körper der Insekten geben ihnen eine soldatische Anmutung, was den zahlreichen Kampfszenen zugutekommt. Die Story lebt also vom Konflikt Klein gegen Groß, was nicht nur Comic-Fans an Asterix erinnern wird. Die Zeichnungen, die Dramaturgie und die Seiten-Gestaltung geben sich konventionell; außergewöhnlich ist allein das differenzierte Figuren-Repertoire, das diesen Science-Fiction-Krimi auch grafisch trägt. Die Ankunft des Helden bei den Piraten ist ein echter Cliffhanger, der die Vorfreude auf die Fortsetzung anheizen wird. Ab 14.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Plastok - 1. Die Vergiftung
Szenario: Maud Michel [und ein weiterer] ; Zeichnungen: Nicolas Signarbieux ; aus dem Französischen von Tanja Krämling
Splitter (2024)
Plastok ; 1
71 Seiten : farbig
fest geb.