George Lucas
Als 1977 der Film 'Star Wars' (Krieg der Sterne) in die Kinos kam, wurde dieser sofort zu einem weltweit erfolgreichen Blockbuster und legte den Grundstein für einen bis heute anhaltenden Hype um eine Science-Fiction-Saga, die inzwischen neun Hauptfilme
in drei Trilogien umfasst. Star Wars beruhte Anfang der 1970er-Jahre auf der Idee des damals noch jungen und wenig bekannten Regisseurs George Lucas. – In dieser Graphic Novel vollziehen zwei französische Autoren den Lebensweg des heute 80-Jährigen bis zum Erscheinen des ersten Films (heute: Episode IV) nach: Nach einem schweren Autounfall, der ihn fast das Leben gekostet hätte, entschließt sich der rebellische, in der Schule ziemlich erfolglose Lucas zu einem Filmstudium. Erste Achtungserfolge mit zwei anderen Filmen bringen Lucas dazu, endlich seinen Traum eines großen Science-Fiction-Epos in bewegte Bilder umsetzen; ein Filmgenre, das damals insgesamt nur wenig erfolgreich war. Im Mittelpunkt dieser Bilderzählung steht das jahrelange mühevolle Ringen um die Entstehung des großartigen Filmwerks vor allem während der Jahre 1974-77: die mehrfache Überarbeitung des Drehbuchs, eine mühsame Suche nach einem interessierten Filmstudio und das zähe Ringen um Gelder für die Produktion, das Casting der Schauspielerinnen und Schauspieler, Spannungen unter den am Filmdreh beteiligten Personen, diverse Schwierigkeiten bei den Dreharbeiten und die Schaffung atemberaubender Trickfilmszenen, die damals die Grenzen einer noch in den Kinderschuhen steckenden Computertechnik fast überschritten. Dies alles wird auf der Basis verfügbarer Quellen detailreich und sehr lebendig erzählt und durch nur sparsam colorierte, ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Zeichnungen unterlegt. Angesichts des anhaltenden Erfolgs der Star Wars-Filme überall möglich und sinnvoll.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
George Lucas
Szenario: Laurent Hopman ; Zeichnungen: Renaud Roche ; aus dem Französischen von Christoph Haas
Splitter (2024)
207 Seiten : teilweise farbig
fest geb.