Das Reich ohne Namen - Erster Akt
Von allen Seiten, aber besonders von seiner intriganten Mutter, wird der friedliebende Löwen-Königssohn gedrängt, im Kampf um die Krone gegen seinen Vater anzutreten. Doch daran hat der Filius im Grunde kein Interesse. Sein älterer Bruder sitzt
nach einem Putschversuch im Kerker. Auch andere Seiten wie der machtgierige Schweine-Gesandte des Nordens und sein weiblicher Hauptmann, eine Wölfin, ein Zebra als Spion im Palast und eine mordgierige Truppe in den Wäldern stören den Frieden. Zudem mischen zwei Gauner und ein die Damenwelt beglückender Rehbock-Troubadour die Geschicke im Palast auf, bis sich die Aggressionen allmählich zuspitzen. – Mit den Mitteln der griechischen Tragödie erzählt Herik Hanna eine Tierfabel-Trilogie um Macht, Intrigen, Neid und Lust. Zahlreiche Charaktere spinnen insgeheim ihre Fäden und halten das Interesse am Fortgang aufrecht. Der Humor steuert dem Pathos entgegen, wirkt mitunter aber etwas albern. Dialogreiche Passagen wechseln mit teils zweiseitigen stimmigen Panoramapanels ab.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Reich ohne Namen - Erster Akt
Szenario: Herik Hanna ; Zeichnungen: Redec ; aus dem Französischen von Tanja Krämling
Splitter (2024)
Das Reich ohne Namen ; 1
57 Seiten : farbig
fest geb.