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Seit Monaten sucht Kommissar Paul Maertens erfolglos nach zwei Personen, die nach der gleichen Methode entführt wurden. Der erfahrene Ermittler ist frustriert, denn bisher fand sich kein Hinweis auf den Täter und es ist fraglich, ob die Opfer noch
leben. Jetzt verschwand nach dem gleichen Muster wieder ein Mann und die Polizei setzt alles daran, ihn lebend zu finden. Deshalb untersucht Maertens mit seiner Kollegin Stefanie noch einmal die Wohnung des zweiten Entführungsopfers und entdeckt tatsächlich eine bisher unerkannte Spur, die sie in die Ruine des Kümmelbacher Hofs führt. Dort finden sie eine Leiche und stoßen auf eine bewaffnete Person. Es gibt einen Schusswechsel, danach liegt der Angreifer im Wachkoma. Maertens bittet deshalb den etwas sonderlichen knapp 60-jährige Neurologen Professor Linde um Hilfe. Dieser hat eine umstrittene Methode entwickelt, mit der er sich ins Bewusstsein von Koma-Patienten „hacken“ kann. In dieser Behandlung sieht Maertens die einzige Chance, von dem Täter zu erfahren, wo er die Entführten versteckt hat. Linde sagt seine Unterstützung zu und setzt eine Entwicklung in Gang, die alle Beteiligten an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringt. Der Grundgedanke der Geschichte klingt spannend und interessant. Es braucht jedoch viel Geduld, den roten Faden des Stücks nicht zu verlieren, zumal die wechselnden Erzählperspektiven Nebenhandlungen einbringen, deren Bedeutung für den Hauptplot sich nur langsam zeigt. Sehr überzeugend sind die Sprecher in ihren Rollen. Sebastian Seidel als Kommissar Maertens spricht mit kantiger Stimme, ist in den entsprechenden Passagen gehetzt und ruppig. Wolfgang Berger gibt Professor Linde eine sehr passende Stimme und Felix Holm überzeugt als dritte Person, die orientierungslos und verzweifelt wirkt. Für Büchereien geeignet.
Leoni Heister
rezensiert für den Borromäusverein.
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Henri Faber ; gelesen von Wolfgang Berger [und zwei weiteren]
steinbach sprechende bücher (2026)
1 mp3-CD (circa 690 min)
mp3-CD