Alleine kannst du nicht gewinnen
Fußballfans, vor allem die im fortgeschrittenen Alter, können sich sicher noch an diesen herausragenden Fußballer erinnern. Er war sowohl in der Nationalmannschaft, mit der er an drei Weltmeisterschaften teilnahm, als auch als Spieler des 1. FC
Köln lange Zeit unverzichtbar. Das Buch ist in zehn Kapitel untergliedert, die die ganze Bandbreite von Wolfgang Overath aufzeigen. Da ist zum einen die Laufbahn des Fußballers von klein auf als Straßenfußballer bis hin zu seinen Führungsrollen sowohl in der Vereins- als auch in der Nationalmannschaft. Alles ist sehr kurzweilig erzählt. Dies ist sicher zu einem großen Teil dem Stil des Sportjournalisten Sven Pistor, der mit Overath befreundet ist, zu danken. Die jeweiligen Abschnitte können den beiden Autoren zugeordnet werden. Man merkt, dass es sich hier um ein Zwiegespräch handelt, das sich in dieser Form durch das ganze Buch hinzieht. So lernen die Leser nicht nur den Fußballer, sondern auch den Familien- und den gläubigen Menschen Wolfgang Overath kennen. Er verrät bislang Unbekanntes und warum er immer dabei ist, wenn es darum geht, sein Glück mit anderen zu teilen. So erlebt man ihn auch in der Phase, in der er Präsident "seines" Vereins, des 1. FC Köln war und dass er noch heute dabei ist, wenn er gebraucht wird. Ein Buch für Fußballfans, bei dem der Standardsatz, Fußball sei die schönste Nebensache der Welt, eine sehr deutliche Rolle spielt.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Alleine kannst du nicht gewinnen
Wolfgang Overath, Sven Pistor
Bonifatius (2023)
190, [8] Seiten : Illustrationen (überwiegend farbig)
fest geb.