Die vorletzte Frau
Die namenlose ostdeutsche Ich-Erzählerin studiert am Literaturinstitut in Leipzig. Dort verliebt sich die 30-jährige Frau in den 19 Jahre älteren Dozenten Tosch aus der Schweiz. Beide sind in einer unglücklichen Ehe gefangen, sie hat eine kleine
Tochter, Paula. Das ungleiche Paar beginnt eine leidenschaftliche Affäre. Neben der körperlichen Anziehung profitieren beide voneinander. Er unterstützt sie bei ersten literarischen Gehversuchen, sie begleitet den bereits erfahrenen Schriftsteller zu Empfängen und Veranstaltungen. Nach der Trennung von ihrem Mann organisiert sie ihren Alltag als Alleinerziehende, arbeitet als Journalistin und kümmert sich um Toschs Bedürfnisse. Es gibt gemeinsame Urlaube mit Paula und dazwischen ein Stückchen Alltag, erst in Leipzig, später in Berlin. Das Verhältnis des Paares beginnt zu kippen, als er nach Jahren an Prostatakrebs erkrankt und zur Behandlung zurück in die Schweiz zieht. – Katja Oskamp erzählt in ihrem Roman über ein Paar, das ihr und dem Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann ähnelt. Die beiden waren viele Jahre liiert. „Sex und Text“ machen eine Beziehung aus, von der sie mit Humor und Herzenswärme berichtet. Die berührende Geschichte einer großen Liebe zwischen Nähe und Distanz ist überaus lesenswert!
Susanne Emschermann
rezensiert für den Borromäusverein.
Die vorletzte Frau
Katja Oskamp
park x ullstein (2024)
207 Seiten
fest geb.