Greta & Valdin
Valdin und Greta aus Neuseeland, beide jeweils dem eigenen Geschlecht zugetan, erzählen abwechselnd aus ihrem Leben. Eine große, etwas seltsame (durchaus positive) Familie, mit Wurzeln in Katalonien, Russland und neuseeländischen Maori, in der Queerness
eine entscheidende Rolle spielt. Die aus einer Maori-Familie stammende Autorin Rebecca Reilly erzählt in leichtem Ton von Greta, Tutorin an der Uni, die von einer Party zur nächsten, von einem Date zum anderen springt – Abwechslung im eher langweiligen Universitätsleben sucht. Und von Valdin, der macht irgendwas mit Film, berichtet über Reiseerlebnisse im Fernsehen. Er leidet stark unter der Trennung von seinem Ex-Freund Xabi. Bei einer Drehreise nach Argentinien begegnen sich beide wieder. Xabi kehrt (zunächst) nicht in seine Heimat zurück. Ein aufregendes turbulentes Familienleben, das sich weltweit abspielt, und in dem die beiden Hauptfiguren nach ihrer Identität suchen. Auch in unserer heutigen Zeit ein wichtiges Thema, das die Autorin ohne Tabus angeht. Für alle Büchereien empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Greta & Valdin
Rebecca K. Reilly ; aus dem Englischen von Jasmin Humburg
GUTKiND (2025)
413 Seiten
fest geb.