Das Buch Helga
Im zarten Alter von neun Jahren verliert die Autorin und Ich-Erzählerin ihre Mutter. Anhand von Fotos und Erzählungen von Verwandten und Freunden versucht die nunmehr erwachsene Tochter, das Leben der Mutter zu rekonstruieren. Welche Kleidung hat
sie getragen, welche Musik gehört? Was hat sie gelesen? Wie war das Verhältnis zu ihren Eltern, zu den Freundinnen? Wie war sie als Ehefrau und Mutter? Nach und nach erschließen sich die biografischen Details: eine unbeschwerte Kindheit im ländlich geprägten Oberösterreich, der Besuch der Klosterschule, die Ausbildung zur Kindergärtnerin, Heirat, die Geburt dreier Kinder. Es ist kein ungewöhnliches, aber ein einmaliges Leben. Das von der Tochter verfasste Porträt ist eine zarte, fast zurückhaltende Annäherung, in der immer wieder eigene Erinnerungen aufleuchten. Es sind einige unschöne dabei, aber auch welche, die trösten und an denen sie sich festhalten kann. Ihr Schreiben ist der Versuch, diese Erinnerungen als kostbares Gut zu bewahren. – Das persönliche, feinsinnige und berührende Büchlein wird für alle Bestände sehr gern empfohlen.
Gertrud Plennert
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Buch Helga
Christina Maria Landerl
müry salzmann (2025)
143 Seiten
fest geb.