Abseits der Pfade
Reiseführer "Abseits der Pfade" sind beliebt, suggerieren sie doch mehr Individualität. Der vorliegende Band einer mehrteiligen Reihe über wenig touristisch begangene Wege in Berlin will vor allem die unbekannten Schätze innerhalb des Berliner
S-Bahn-Rings ins rechte Licht rücken. Nach einigen allgemeinen Betrachtungen gibt es die "Streifzüge", die oft nur ein paar Straßenzüge umfassen. Vorangestellt wird jedem Kapitel ein Kartenausschnitt mit den eingezeichneten Besonderheiten zur besseren Orientierung. Im Text erzählt Kraetsch die jeweiligen Geschichten und Geschichtchen. Ob man zu jedem Gebäude, Café, Restaurant etc. tatsächlich jeweils die Story kennen muss? Manches ist skurril, wie z.B. der Gebetomat, an dem man sich in vielen Sprachen Gebete kostenlos vortragen lassen kann, es gibt tolle Restauranttipps und historisch Interessantes. Schwarz-Weiß-Fotos von mittlerer Qualität und der kompakte Druck wirken abschreckend. - Für ausgebaute Bestände als netter Zusatztitel.
Lieselotte Banhardt
rezensiert für den Borromäusverein.
Abseits der Pfade
Mirko Moritz Kraetsch
Braumüller (2015)
Berlin ; 1
287 S. : Ill.
kt.