Rosa Monster
Das rosa Monster fühlt sich fremd in seiner Welt: es sieht nicht nur ganz anders aus als seine Nachbarn, im Gegensatz zu ihnen macht es auch gerne Unsinn. Während alle in ihren beengten Häusern leben, hat es kein richtiges Zuhause und Gleichgesinnte
kann es auch nicht finden. Also beschließt es, auszuwandern und sich dort niederzulassen, wo es sich wohlfühlt. Den Mut, eine ausweglose Lage so radikal zu verändern, hat nicht jeder, aber das Schicksal meint es gut mit dem Helden, denn unkonventionelle Nachbarn begegnen ihm in seiner neuen Heimat zuhauf. - Dem erwachsenen Vorleser dieser politisch korrekten Geschichte wird die heile Welt mit Blümchen und Regenbogen vielleicht etwas zu dünn erscheinen. Auch die schlichte Problemlösung wäre zu kritisieren. Den jungen Betrachtern werden aber die fröhlichen Szenerien gefallen, die Kinderzeichnungen nachempfunden sind, auch die bunte Figurenwelt oder die Mitmach-Angebote. Dass hier viel Wert auf ansprechende Buchgestaltung gelegt wurde (etwa das schöne Papier) ist ebenfalls zu loben.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Rosa Monster
Olga de Dios
àbac (2018)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4