Zu Hause in Paris
Die Einleitung der Autorin wirkt fast wie eine sentimentale Liebeserklärung an die französische Hauptstadt. Bei ihren Interviews merkt man die Schriftstellerin, aber auch die Journalistin. Sie wechselt geschmeidig zwischen den Aussagen der Prominenten
(immer in Anführungszeichen gesetzt) und eigenen Anmerkungen dazu. Man erfährt natürlich biografische Daten über die interviewten Persönlichkeiten, aber vermehrt auch ihre Sicht auf die Stadt an der Seine. Dabei geht es oft um Restaurants, Theater, Museen und Ähnliches. Dazwischen bezieht die Autorin dann wieder Filme ein, die in der Stadt spielen. Inwieweit die Prominenten auch in Deutschland bekannt sind, ist sicher subjektiv. Es beginnt, streng alphabetisch geordnet, mit dem Regisseur Jean-Jaques Annaud, es folgen u.a. die Schauspielerinnen Jane Birkin, Isabelle Huppert und Charlotte Le Bon, der Regisseur Claude LeLouch, der Architekt Dominique Perrault und schließlich der libanesische Modedesigner Elie Saab. Man merkt bei der Auswahl, dass sich die Autorin im künstlerischen Umfeld besonders wohlfühlt. Wer von den Lesern kein Interesse an den Interviews hat, der findet hier ein Buch mit einer Vielzahl hervorragender Fotos, die man so z.T. noch nie gesehen hat, aus dem gesamten Themenfeld Paris. Für Leser, die schon in Paris waren oder vorhaben, dorthin zu fahren, bietet es eine Vielzahl von tollen Tipps.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Zu Hause in Paris
Text von Alessandra Mattanza
White Star Verl. (2016)
254 S. : überw. IIl. (überw. farb.)
fest geb.