„Irgendwo ins Grüne Meer / hat ein Gott mit leichtem Pinsel / lächelnd, wie von ungefähr, / einen Fleck getupft: die Insel“
Auf dieser Insel erblickt am Nachmittag des 31. Mai 1926 ein Junge das Licht der Welt, der einmal zu den bekanntesten Schriftstellern gehören und „seiner“ Insel ein literarisches Denkmal setzen wird.
Helgoland und James Krüss sind untrennbar miteinander verbunden, hier verbrachte er eine glückliche, unbeschwerte Kindheit inmitten seiner Großfamilie. Dabei wird ihm seine Liebe zum Dichten und Geschichtenerzählen bereits in die Wiege gelegt, auch seine Mutter dichtete gerne. Krüss wird später in seinem Leben einmal sagen, dass er es ihr zu verdanken hat, dass er Dichter geworden ist. Großen Einfluss hatten aber sicherlich auch die Geschichten und Gedichte, die einer seiner Urgroßväter

James Krüss ist unbestritten einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller, mit einer immensen Breitenwirkung. Daher wundert es nicht, dass es zu seinem 100. Geburtstag eine Vielzahl von Veranstaltungen gibt, auf Helgoland ebenso wie in der Internationalen Jugendbibliothek in München, wo sein literarischer Nachlass liegt. Zum Jubiläum gibt es zudem eine ganze Reihe Neuauflagen seiner Werke, bisher Unveröffentlichtes, eine wunderbare Biografie für Kinder und ein von James Krüss inspirierter Gedichtband, für den sich unter der Regie von Uwe-Michael Gutzschhahn 6 weitere Lyriker:innen auf Helgoland trafen. Eine wunderbare Hommage an James Krüss, der Reime, Wortwitz und Sprachspielereien liebte. Und er liebte Helgoland, von dem er einmal sagte: „Auf dieser kleinen Insel habe ich das Leben erlernt.“
„Und dann hat er gut gelaunt, / Menschen diesen Fels gegeben / Und den Menschen zugeraunt: / Liebt die Welt und lebt das Leben.“
Mehr zu James Krüss
Auf der Suche nach den glücklichen Inseln (PDF) – Beitrag zum 90. Geburtstag, BiblioTheke 1/2016, S. 4-9