Das große Familienkochbuch
Wie in vielen Haushalten änderte sich der Speiseplan der Autorin als die eigenen Kinder mit am Tisch saßen. Sie fragt sich "Sollen sich Eltern tatsächlich dem kulinarischen Niveau von Sechsjährigen anpassen?" - Nein! Vielmehr geht es darum gemeinsam
Essen zu finden und zuzubereiten, das Eltern und Kindern gleichermaßen schmeckt. Dies kann nur gelingen wenn schon Kinder lernen mit verschiedensten Lebensmitteln und Zubereitungsformen umzugehen. Da sich allerdings nicht nur der Geschmack sondern auch das Zeitmanagement mit Kindern ändern kann, sind viele Rezepte so geplant, dass ein Teil direkt gegessen wird und der andere Teil entweder eingefroren oder abgewandelt am nächsten Tag serviert wird. Der Schwerpunkt liegt auf Gerichten mit Gemüse (z.T. vegetarisch) - Suppen, Pasta, Reis und auch Desserts: alles ist dabei. - Zwischendurch gibt es immer wieder "Küchenexperimente", hier können sich Kinder (und Erwachsene) ausprobieren und zusammen Nudeln, Butter oder Haselnuss-Schokoladen-Brotaufstrich herstellen. Manchmal merkt man den kleinen Schweizer Einschlag (sowohl Autorin wie Verlag kommen aus der Schweiz), der überhaupt nicht stört. - Ein sehr solides, gut ausgestattetes Buch mit vielen gelungenen Farbfotos - nicht billig, aber seinen Preis wert. Sehr empfohlen!
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Das große Familienkochbuch
Julia Hofer
AT-Verl. (2014)
308 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.