Das Jahr des Kalks

Die Schriftstellerin Alina, Mutter zweier Kinder, ist Anfang dreißig, als ihr geliebter Patenonkel Per im Sterben liegt. Unfreiwillig muss sie sich viel zu früh verabschieden. Per, der sie in ihren Jugendjahren aufgefangen und begleitet hat mit Gesprächen, Das Jahr des Kalks Wanderungen, Reisen. In einer Zeit, als ihr Vater Klas, der ältere Bruder von Per, mit der Familie gebrochen hatte und sich einer Sekte und einer neuen Frau angeschlossen hatte. Beide schmerzhaften Verluste versucht die junge Frau zu fassen und zu verarbeiten, indem sie sich etwas Handfestem, dem Kalkstein, zuwendet. Sie legt Fossilen frei, reist nach Calcara, informiert sich umfassend über das weiche Sedimentgestein, über das sie so gerne mit dem Onkel und Vater im Hochtal gewandert ist. Und sie schöpft Kraft aus den Gesprächen mit ihrer Therapeutin, indem sie sich auf die Stärken ihrer Vorfahren besinnt, etwa der weichen Zugewandtheit ihrer Großmutter oder der Stärke des Bildhauer-Großvaters. So wird der Stein auf ihrer Brust, die Verhärtung langsam gelöst. Sie beginnt, den verdrängten Verlustschmerz um den Vater zu verarbeiten. Mit dem Kalk findet sie auch ein erfüllendes Thema für ihre schriftstellerische Arbeit. Eine einfühlsame Geschichte aus der Schweiz über Endlichkeit, Trauer, Versöhnung, Verlassenwerden und Familienverstrickungen. Und viel Wissenswertes über die Transformation von Kalk.

Das Jahr des Kalks

Das Jahr des Kalks

Laura Vogt
Dörlemann (2026)

178 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624771
ISBN 978-3-03820-186-1
9783038201861
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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