Die liegende Frau
Drei Frauen, drei verschiedene Lebensentwürfe, drei Leben, die in Sackgassen stecken. Romi erwartet ihr zweites Kind und lebt seit Kurzem in Polyamorie mit einem zweiten Mann. Doch wie ist die Situation für ihren Mann und ihr Kind? Soll sie so weitermachen?
Szibilla ist überzeugt, dass es unverantwortlich ist, Kinder in diese Welt zu setzen, und sieht in Beziehungen nur Abhängigkeit. Und Nora, die gemeinsame Freundin, fährt zu ihrer Mutter, legt sich ins Bett und schweigt. Bis sie wieder spricht, arbeiten sich Romi und Szibilla aneinander ab. Wie soll ihr Leben weitergehen? Der Roman lässt dies offen, er lässt den Leser:innen den Raum, über die verschiedenen Wege und Möglichkeiten nachzudenken. Die junge Schweizer Autorin beschäftigt sich in ihrem dritten Roman mit den Gefühlen und Lebenssituationen von Frauen um die 30. Mutterschaft, Partnerschaft, Singleleben, toxische Beziehungen, Freiheit – sie packt viel, manchmal zu viel in diese Seiten. Trotzdem lesenswert für diejenigen, die sich für moderne Lebensentwürfe interessieren.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Die liegende Frau
Laura Vogt
Frankfurter Verlagsanstalt (2023)
312 Seiten
fest geb.