Goldstrand
Eli ist, eher war, Filmregisseur. In Bulgarien am Goldstrand gezeugt, kennt er seinen Vater Felix nicht, seine Mutter Francesca, rebellische Tochter aus italienischem Haus, hat ihn bei den Großeltern gelassen, in deren verfallendem Haus er inzwischen
lebt. Zweimal die Woche legt er sich bei einer namenlosen Dottoressa auf die Couch, erzählt aus seinem Leben, und dem seiner Eltern und Großeltern, wobei sich Realität und Illusion vermischen. Das Buch mäandert zwischen den Zeiten und Ländern, es vermischt das Leben mit viel Fantasie, Realität mit Fiktion und gleitet schließlich ins Surreal-Fantastische hinüber. Wunderbar schlendernd geschrieben, bummelt der Leser mit Eli mal durch Vergangenheit, mal in der Gegenwart, betrachtet mal das Leben, mal springt er in die Illusion. Ein literarisches Schlendern, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Goldstrand
Katerina Poladjan
S. FISCHER (2025)
156 Seiten
fest geb.