Ein bunter Hund
In der Stadt der Hunde ist viel los, nur Stress und Hektik herrschen, ob beim Schwimmen, segeln, wachen oder spähen - alle Dackel gehen die gleichen Wege gleich angezogen - nur eine Dackeldame fällt flippig bunt gekleidet aus dem Rahmen mit grellem
Schal und Musik im Ohr. Sie macht alles anders als die andern: wirft den Ball, wenn sie schießen soll, spielt schräg Gitarre, wenn Violinen ertönen. Schon immer war sie anders und hat jetzt die Nase voll: sie verlässt ihre Heimatstadt und macht sich auf den weiten beschwerlichen Weg bis ins berühmte Bellowood. Dort sind endlich alle so wie sie - nur ein Dackel ist anders. Sie hat Mitleid mit ihm, doch er sieht sich nicht als Außenseiter, ist selbstbewusst und stolz auf seinen Eigensinn. Die Dackeldame denkt nach und merkt: an ihr war und ist auch nichts seltsam. Sofort fliegt sie mit Wuffhansa nach Hause. Dort freuen sich alle, dass sie wieder da ist und trauen sich jetzt auch, anders zu sein. - Mit knallig-bunten Farben und comicartiger Gestaltung der Doppelseiten, den witzigen kurzen Reimen und vielen kleinen Details bringt Rob Biddulph seine Botschaft schon kleinen Betrachtern ab drei Jahren nahe: trau dich, anders zu sein, sei selbstbewusst, du passt überall dazu. Gern empfohlen.
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ein bunter Hund
geschrieben und Ill. von Rob Biddulph
Diogenes (2017)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3