Montecristo
Jonas Brand ist Filmemacher oder möchte es zumindest sein, seit Jahren versucht er sein Drehbuch "Montecristo" zu verfilmen. Solange schlägt er sich als Videojournalist fürs Schweizer Boulevard-Fernsehen durch. Auf einer Bahnfahrt gibt es einen
Personenschaden. Jonas ist mit dabei und niemand kann sich erklären, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Wenig später entdeckt er, dass er zwei vollkommen identische Geldscheine in Händen hält, selbst die eigentlich einmalige Seriennummer ist die gleiche! Ist er hier einem ganz großen Ding auf der Spur? Von einem geschassten Wirtschaftsjournalisten bekommt er reichlich Hintergrundinformationen über die (nicht immer ganz so sauber arbeitenden) Banken in der Schweiz. Schnell gerät auch Jonas selbst ins Visier. Man fragt sich nur: in wessen? Gewohnt souverän bewegt sich Suter in der Welt der Reichen, Schönen und Mächtigen. Was lange Zeit wie ein Kriminalfall im Finanzmilieu scheint, könnte die ganze Eidgenossenschaft in ihren Grundfesten erschüttern. Wanja Mues macht mit seiner ungekürzten Lesung aus der Romanvorlage ein solides Hörbuch. Suter hat sicher schon mal besser geschrieben, dennoch sehr empfohlen. Die Nachfrage wird da sein.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Montecristo
Martin Suter. Gelesen von Wanja Mues
Diogenes (2015)
Diogenes Hörbuch
6 CD (ca. 451 Min.)
CD