Der deutsche Tycoon
Der deutschstämmige Film-Produzent Paul Bern (alias Paul Levy aus Wandsbek) heiratet recht überraschend den blonden Star seines Studios, Jean Harlow, und kurz darauf liegt er tot in seiner Villa. Die Studiobosse von Metro-Goldwyn-Mayer verkünden
in der Öffentlichkeit seinen Selbstmord. Aber Hardy Engel lässt das nicht ruhen, schließlich kennt er Paul seit seiner Überfahrt nach New York im Jahre 1920. Er recherchiert zunächst auf eigene Faust und dann für einen unbekannten Auftraggeber. Er schaut dabei hinter die Pappkulissen der Filmmetropole und erblickt hinter der glitzernden Fassade menschliche Abgründe. Mehrfach gerät er in Lebensgefahr, aber seine Menschenkenntnis und sein Instinkt retten ihn mal wieder. – Es ist der fünfte und – leider – letzte Band der Serie mit Privatdetektiv Reinhard "Hardy" Engel auf der Spur mysteriöser Todesfälle in Hollywoods frühen Jahren (vgl. BP/mp 18/102, 19/669, 21/110, 24/118) und ein weiteres Mal schafft es Christof Weigold, einen realen Kriminalfall passgenau zu fiktionalisieren: So könnte es tatsächlich gewesen sein! Ein echtes Lesevergnügen und ein Beitrag zur Sittengeschichte des frühen Hollywoods, wie die vorhergehenden Bände auch.
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der deutsche Tycoon
Christof Weigold
Kampa (2025)
Hollywood – Hardy Engel ermittelt ; 5
608 Seiten
fest geb.