Der Totenkopf
Tapfer und unerschrocken läuft Otilla durch den Wald und kommt an ein altes Haus, in dem ein Totenkopf wohnt. Da dieser nur rollen kann, trägt das Mädchen ihn durch das große Haus und tanzt sogar mit ihm im Ballsaal. Als der Totenkopf ihr anvertraut,
dass er sich vor einem nachts erscheinenden kopflosen Gerippe fürchtet, schläft Otilla wie selbstverständlich neben dem Totenschädel und schafft ihm das Problem kurzerhand ziemlich radikal aus der Welt. Anschließend leben die beiden ungestört in dem schönen Haus. – Inspiriert von einem Tiroler Volksmärchen erzählt Jon Klassen die Totenkopf-Geschichte und illustriert sie in seiner eigenen sparsamen und ausdrucksstarken Art. Die mit Grafit und Tinte gezeichneten und digital ausgearbeiteten Illustrationen werden im Laufe der Geschichte immer heller und lassen das Buch durch ihren Ausdruck und die Unerschrockenheit der Protagonistin nicht gruselig erscheinen. Gerne empfohlen.
Bettina Palm
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Totenkopf
Jon Klassen ; übersetzt von Thomas Bodmer
NordSüd (2023)
105 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8