Sie war es. Sie war es nicht.
In einem exklusiven privaten Salon in London werden vier einflussreiche Männer aus Wirtschaft und Politik durch vergifteten Brandy ermordet. Der Verdacht fällt auf die 22-jährige Katherine, die dort als Kellnerin gearbeitet hat. Ist diese Frau wirklich
eine kaltblütige Mörderin, wie die Medien sensationslüstern erklären? Verschiedene Personen aus ihrem Umfeld beschreiben sie in ganz unterschiedlicher Weise. Ihr Vater, bei dem Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend aufkommen, z. B. hat sie einer Mitschülerin die Nase gebrochen. Ihr Schulfreund, der später bei ihr Unterschlupf in einem besetzten Haus findet. Ein Freund, der direkten Zugang zu dem Salon hat und ihr dadurch einen Job beschafft. Ein Journalist, der herausfindet, dass sie Kontakt zu Verschwörungszirkeln hatte. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven zeichnet sich Schritt für Schritt im Zuge des Gerichtsprozesses der Hintergrund des Verbrechens ab. – Empfehlenswerter Thriller mit aktuellen Themen wie die Covid-Epidemie, Verschwörungstheorien und der Macht von Social Media.
Ruth Titz-Weider
rezensiert für den Borromäusverein.
Sie war es. Sie war es nicht.
Nicci Cloke ; aus dem Englischen von Ulrike Clewing
Penguin Verlag (2026)
440 Seiten
kt.