So war die Welt
Der Roman spannt sich über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren. Crystal verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Transport von Zuckerrüben in zwölfstündigen Nachtschichten. Ihr Partner Martin, ein gescheiterter Schauspieler mit einer Vorliebe für
Seidenkrawatten, verschwindet plötzlich und lässt sie mit einem Haufen Schulden zurück. Ihre Tochter Kismet, klug und impulsiv, ist achtzehn, ebenso wie Gary, Footballstar und Erbe einer Zuckerrübenfarm. Gary ist davon besessen, Kismet zu heiraten, während sie sich hin- und hergerissen fühlt zwischen ihren beruflichen Plänen, Garys Heiratsantrag und Hugo, der ebenfalls um sie wirbt. – Die Pulitzer-Preisträgerin Louise Erdrich erzählt von ihnen und den Menschen in Argus, North Dakota, von den Veränderungen ihrer Umwelt, dem Einsatz von Pestiziden und der Ausbeutung des Bodens. Und es gibt ein Geheimnis, über das niemand sprechen will, bis Gary sich eines Tages seiner Frau öffnet und Schreckliches offenbart. Wie Crystal und Kismet sich in ihr Leben zurückkämpfen, welche Hindernisse ihnen dabei im Wege stehen, und was das alles mit einem Unfall und den Menschen um sie herum zu tun hat, davon erzählt der Roman mal in ganz kurzen, mal in längeren Episoden.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
So war die Welt
Louise Erdrich ; aus dem Amerikanischen von Gesine Schröder
aufbau (2025)
495 Seiten
fest geb.