Verbrannte Gnade

Schwester Holiday ist eine von vier Schwestern, die in einer Klosterschule unterrichten. Sie hat eine schwierige Vergangenheit mit Drogen hinter sich, liebt Punkrock und hat viele wilde Tattoos, die sie verdecken muss, als sie ins Kloster eintritt. Verbrannte Gnade Die Oberin des Klosters, Mutter Augustine, glaubt an Holidays Ernsthaftigkeit und guten Willen. Das Dasein als Nonne fordert auch Enthaltsamkeit, was ihr schwer fällt. Auch raucht sie weiter heimlich. Als ein Feuer ausbricht, in dem der Hausmeister umkommt, erkennt sie sofort, dass es sich um einen Mord handelt und beginnt zu ermitteln. – Der erste Band einer Reihe stellt die ungewöhnliche Hauptperson vor, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Der Kriminalfall lässt keine große Spannung aufkommen, obwohl Holiday selbst verdächtigt wird. Die Lösung ist ziemlich unglaubwürdig. Die Idee, eine unkonventionelle Nonne zur Ermittlerin zu machen, ist gut, auch das Cover mit der rauchenden Nonne umgeben von einem rot leuchtenden Buntglasfenster in Form eines Heiligenscheins ist reizvoll. Doch erscheint der Rezensentin die Persönlichkeit von Schwester Holiday sehr überzogen: Kettenraucherin mit Tattoos, Drogen, Punkrock und Queersein – und das alles im Kloster – ein bisschen zuviel. Sehr gut zu lesen sind jedoch die Beschreibungen der Hitze und des Lebens in New Orleans. Der Band ist lesefreundlich mit einem sehr angenehmen Druckbild. Für Liebhaber:innen ungewöhnlicher Krimis eine amüsante Unterhaltung.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Verbrannte Gnade

Verbrannte Gnade

Margot Douaihy ; aus dem Amerikanischen von Eva Kemper
Blumenbar (2024)

367 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 619977
ISBN 978-3-351-05129-7
9783351051297
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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