Love, theoretically
Elsie, eine junge promovierte Wissenschaftlerin, erhofft sich eine Karriere als Forscherin. Aber vorerst hängt sie fest zwischen schlecht bezahlten Honorarverträgen, Lehrtätigkeiten, die ihr alles abverlangen, und Abhängigkeiten von ihrem Mentor.
Um finanziell überleben zu können, lässt sie sich für Fake-Dates buchen. Als sie endlich Aussicht auf eine gut bezahlte Stellung hat, kollidieren diese beiden Leben. Elsie, die sonst mit klarer Intelligenz heikle Situationen meistern und sich flexibel auf die Wünsche anderer einstellen kann, trifft Jack, der sie aus anderen Zusammenhängen kennt und über ihre Einstellung mitentscheiden soll. Während sie ihn als Gegner sieht, kommt er ihr unerwartet nah. Elsies Gefühle spielen verrückt, ihre zur Schau getragene Fassung gerät ins Wanken. Aber auch Jack hat seine Geschichte. Die Bestseller-Autorin Ali Hazelwood lässt ihre Leser:innen ganz nah an ihre Protagonistin Elsie heran. Auf rund 530 Seiten breitet sie deren Irritationen und Zweifel in langen Monologen, Dialogen und Sexszenen aus, was nicht immer leicht zu ertragen ist. Es ist ein moderner Roman, dessen Vorläufer schon viele begeisterte Leser:innen gefunden hat.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Love, theoretically
Ali Hazelwood ; aus dem Amerikanischen von Christine und Anna Julia Strüh
rütten & loening (2023)
537 Seiten
kt.