How to train your dad
Carl erzählt in diesem Roman von seinem Wunsch, endlich einen Vater zu haben, der sich wie alle anderen verhält und ihm damit ermöglicht, nicht weiter der Außenseiter zu sein. Klamotten vom Flohmarkt, Essen aus dem Container hinter dem Supermarkt
und sein altes, klappriges Fahrrad zeigen dem Ich-Erzähler Carl, er ist wirklich ein Außenseiter. Doch wie soll er das alles Peggy erklären, diesem zauberhaften Mädchen? Warum soll sie ihn mögen? Ein Plan muss her, um seinen Vater in die Spur zu bringen. Der Impuls kommt von einem Ratgeber zur Hundeerziehung. Und Carl übersetzt die Erziehungstipps einfach auf seinen Vater. Mit Pooder, Carls bestem Freund, ebenfalls Außenseiter, versucht er etwas Irrwitziges. Allerdings ist Pooder nicht ganz bei der Sache, denn er bewundert die Ideen von Carls Vater sehr. Das Umerziehungsprogramm ist voller Absurditäten und Verwicklungen. Überaus komische Szenen halten das Leseinteresse wach. Schwierig sind einige Wörter, die nicht aus dem Sprachgebrauch kommen. Sie stören jedoch nicht den Lesefluss. - Ein witziges Buch mit etwas Tiefgang über unser Verhältnis zum Konsum und zum Recyclen. Sophia Schrade findet kleine Bilder, die den Humor aufgreifen. Ein Roman vom Bestsellerautor von „Allein in der Wildnis“ (dnb-BP 95/989), der nicht nur für Hundebesitzer neue Ideen parat hält.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
How to train your dad
Gary Paulsen ; übersetzt von Ulrike Köbele ; mit Illustrationen von Sophia Schrade
Arena (2024)
219 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11