Ostseedämmerung
Während Pia Korittki sich privat mit dem Problem konfrontiert sieht, dass sie ihrem Sohn Felix endlich die Wahrheit über seinen Vater sagen muss, wird ihr ein neuer verzwickter Fall zugeteilt. Ein historischer Gegenstand, den eine seit 1,5 Jahren
vermisste junge Frau bei ihrem bisher unaufgeklärten Verschwinden bei sich trug, wird zufällig von Kindern beim Spielen in dem Dorf gefunden. Pia und ihr Kollege Broders rollen diesen Cold Case auf und finden auch bald die Leiche der jungen Frau. Pia und Broders ermitteln auf Hochtouren, doch in diesem Dorf scheint jeder Geheimnisse zu haben und irgendwie in den Fall verwickelt zu sein. Die Kinder, die den Gegenstand gefunden haben, werden zudem bedroht, was Pia sehr zusetzt und sie mal wieder in die Zwickmühle zwischen Dienstpflicht und Privatleben bringt. Als Broders plötzlich verschwindet, sind Pias Prioritäten klar und auch ihr Lebenspartner Marten hilft bei der Suche. Pia Korittki ermittelt wie immer souverän und kann auf ihre Instinkte vertrauen. Eva Almstädt ist ein weiterer spannender Krimi gelungen, auch nach 20 Bänden wird es nicht langweilig. Das schafft kaum ein Autor. Bis zuletzt rätseln die Leser:innen, wer der Möder ist. Das Buch kommt ohne viel Blut aus und ist trotzdem sehr spannend. Beim Lesen hat man das Gefühl, Pia und ihre Kollegen wie alte Bekannte wiederzutreffen. Das Buch kann ohne Vorkenntnisse der vorherigen Bände gelesen werden, aber das Kennen aller Bände steigert das Lese-Erlebnis. Für alle Büchereien sehr zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Ostseedämmerung
Eva Almstädt
Lübbe (2025)
411 Seiten
kt.