Stein schlägt Papier

Leonie, genannt Lee, will gerne Polizistin werden. Sie ist zu Hause ausgezogen, arbeitet als Assistentin des Großmeisters Sung in dessen Taekwondo-Schule und steht kurz vor der Aufnahme in die Polizeischule. Doch dann läuft sie wütend auf sich selbst Stein schlägt Papier durch einen Park, wird vermeintlich von zwei Jugendlichen gejagt und tritt zu. Ihr Opfer, der 17-jährige Metkan, der ihr nur ihr verlorenes Portemonnaie zurückgeben wollte, wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Lee bereut sehr, was sie getan hat und besucht Metkan, der im künstlichen Koma liegt, mehrmals heimlich im Krankenhaus. Als sie dabei erwischt wird, rastet sie wieder aus und kommt in Untersuchungshaft. Woher kommt Lees unbändige Wut? Die traumatischen Geschehnisse, deren Folge sie sind und die mit ihrer Mutter zusammenhängen, kommen erst nach und nach ans Licht. In Meister Sung hat Lee jedoch einen einfühlsamen väterlichen Freund, der ihr uneingeschränkt zu Seite steht. Wegen der aufgedeckten Traumata kann Lee nach Jugendstrafrecht bestraft werden. – Eindrücklich zeigt die Autorin, welche große Auswirkungen schon kleine Fehler auf ein Leben haben können. Es wird aber auch klar, dass es auch Hoffnung auf ein gutes Ende gibt. Sehr empfehlenswert für jede Jugendbuchabteilung!

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Stein schlägt Papier

Stein schlägt Papier

Christina Erbertz
Beltz & Gelberg (2025)

143 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623722
ISBN 978-3-407-75275-8
9783407752758
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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