Mein Komet
Nyla lebt in einem ansprechenden Haus am Meer; sie liebt den Ausblick und die Natur in all ihren Erscheinungsformen. Doch die neue Arbeitsstelle des Vaters macht einen Umzug in die Stadt erforderlich. Das behagt Nyla überhaupt nicht! Es gibt zu viele
Menschen, es ist laut, zwischen den vielen Häusern ist die Natur nicht mehr wahrnehmbar und Papa hat kaum noch Zeit für sie. Als sie eines Nachts eine Sternschnuppe zur Erde sausen sieht, erwacht ihre Fantasie, sie gerät in einen Flow und malt ihre Umgebung großflächig und farbig bunt an. Der Vater ist zunächst sehr verärgert, erkennt aber dann den "magischen" Gedanken, den seine Tochter umgetrieben hat, und es gelingt der Familie nach und nach, auch in der Stadt ein neues behagliches Zuhause aufzubauen. – Die ausdrucksstarken Illustrationen erfassen sehr eindrucksvoll die wechselnden Emotionen des Kindes, die Schwierigkeit, das neue Zuhause anzunehmen, wird klar visualisiert und ist auch für jüngere Kinder gut nachvollziehbar. Auch der Ärger des Vaters ist erkenn- und nachvollziehbar, aber dabei bleibt es nicht; aus der eskalierten Situation erwächst neues, zukunftsorientiertes Handeln, das Mut macht, gerade auch Kindern, die vor oder in schwer zu verarbeitenden Veränderungsprozessen stehen. Breit empfohlen für Kinder ab 4-5 Jahren.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Mein Komet
Joe Todd-Stanton ; aus dem Englischen von Maren Illinger
Beltz & Gelberg (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4