Bis der Regen Feuer fängt
Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft: Der Klimawandel führt zu anhaltender Dürre, die optimierte Nutzung der knappen Ressourcen hat oberste Priorität. Wissenschaftlern ist es gelungen, ein Mittel zu entwickeln, um Regen künstlich zu erzeugen.
Doch welche Wirkung hat es auf Menschen? Mit dieser Frage wird die 16-jährige Tonia nach dem plötzlichen Verschwinden ihres großen Bruders konfrontiert. Will er sich dem verordneten Konformismus und der permanenten Überwachung entziehen? Tonia beginnt, sich mit dem rigiden System auseinanderzusetzen, kommt hinter das streng gehütete Geheimnis der sogenannten "Regenkinder" und bringt sich dabei selbst in Lebensgefahr. – Der Roman überzeugt durch seine aktuelle Thematik, differenziert gezeichnete Charaktere und eine spannende Handlung inmitten eines dystopischen Settings. Das beachtenswerte Jugendbuch, das trotz beängstigender Zukunftsvisionen Mut macht, wird für alle Bestände sehr gern empfohlen.
Gertrud Plennert
rezensiert für den Borromäusverein.
Bis der Regen Feuer fängt
Stefanie Höfler
Beltz & Gelberg (2026)
314 Seiten
fest geb.