Ich muss hier raus

München-Gräfelfing in den 70er Jahren: Der 15-jährige Peter Gillitzer ist voll in der Pubertät und leidet sehr unter seinem katholisch-konservativen Elternhaus. Aus dieser Enge will er unbedingt ausbrechen. Bei einem Sprachaufenthalt in England Ich muss hier raus lernt er die junge, unkonventionelle Zita kennen und verliebt sich in sie. Als sie nach seiner Rückkehr plötzlich eines Abends in seinem Zimmer steht, wird es turbulent: Peters Eltern erwischen den Filius beim ersten Sex, Zita verschwindet und Peter wird nach Ostwestfalen geschickt. Zurück in München versuchen seine Eltern mit aller Macht, ihn "auf den richtigen Weg" zurückzubringen. Doch Peter gelingt es immer wieder, aus der Hölle des für ihn unerträglichen Spießerlebens auszubrechen. Sein Credo: Ich muss hier raus – und ich muss Zita wiederfinden. – Peter Probst schreibt mit viel Geschick einen Bildungsroman der "etwas anderen Art" und schafft damit eine ebenso humorvolle wie treffgenaue Studie der 70er Jahre: Bigotterie und Auflehnung, Flokati und Bay City Rollers, 68er-Feeling und bürgerlicher Muff – einfach herrlich! Wer selbst in der Zeit aufgewachsen ist, wird bei der Lektüre viele wunderbare Déjà-Vus erleben. Wer diese Zeit nicht erlebt hat, wird treffsicher damit vertraut gemacht. Und das mit einem tollen Stil (man wird an den jungen Otto Jägersberg erinnert), voller subtilem Humor und Situationskomik, frech und romantisch gleichzeitig. Dieses Buch (in erster Auflage 2022 unter dem Titel "Die wilde Wut des Wellensittichs" erschienen) bietet allerhöchstes Lesevergnügen.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ich muss hier raus

Ich muss hier raus

Peter Probst
dtv (2024)

318 Seiten
kt.

MedienNr.: 753634
ISBN 978-3-423-22083-5
9783423220835
ca. 13,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.