Ich habe Schleyer nicht entführt

1977: Peter Gillitzer, schon aus zwei Romanen von Peter Probst bekannt, begeht demnächst seinen 18. Geburtstag. Dafür bereitet er eine große Party vor, die dann wegen der Bedenken seines Vaters, Mädchen dazu einzuladen, auf eine Kellerparty schrumpfen Ich habe Schleyer nicht entführt soll. Mit dem Vater kommt es immer wieder zu Streitereien. Aus Rache am Vater setzt Peter den Hund aus. Peter begegnet einem seltsamen Mann: dem reichen Schriftsteller Caspar Curtius, der ihn zu einer Theaterparty einlädt, auf der er seinen Geburtstag feiern kann. Ein großartiges Fest, das damit endet, dass seine Freundin Zita mit einem anderen rummacht. Sie will eine offene Beziehung führen. Der depressive Peter fährt mit seinem Freund Andreas in die Berge, wo er auf eine mysteriöse Gruppe trifft, offensichtlich Sympathisanten der in Stammheim einsitzenden Terroristen. Um dazuzugehören, soll Peter eine besondere Aktion ausführen. Curtius vermittelt ihm einen Job am Theater, was die Abhängigkeit vom Vater mildert. Curtius, schwul, depressiv, seelenkrank, erhofft sich von Peter Trost, macht ihn zu seinem Assistenten beim Führen von Interviews mit bekannten Persönlichkeiten (z.B. Erich Fromm). Der hofft auf Förderung bei seinem Traum, Schriftsteller zu werden. Im 2023 als Hardcover erschienenen Roman erzählt Peter Probst, wieder autobiographisch gefärbt, die Geschichte einer Jugend in den späten siebziger Jahren, mit allen Höhen und Tiefen, Freuden und Problemen, Politik, Kultur und Missbrauch. Allen Büchereien empfohlen.

Wilfried Funke

Wilfried Funke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ich habe Schleyer nicht entführt

Ich habe Schleyer nicht entführt

Peter Probst
dtv (2025)

349 Seiten
kt.

MedienNr.: 755113
ISBN 978-3-423-22136-8
9783423221368
ca. 13,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.