Rom sei verflucht
Nach dem Exil auf Rhodos kehrt Cäsar nach Rom zurück. Er gerät zwischen rivalisierende Machtblöcke und muss seine Ambitionen mit klugem Taktieren und Mut behaupten. Intrigen, Redekunst und politisches Gerangel bestimmen seinen Weg. Es gibt aber
auch eine große Gefahr für den römischen Staat: Der Sklavenaufstand um Spartakus entbrennt, er muss mühsam und verlustreich bekämpft werden. Und auch im Privatleben Cäsars gibt es einige Tiefschläge. – Posteguillo erzählt wieder einmal (zuletzt: "Rom bin ich", BP/mp 25/131) enorm dicht und bildhaft aus dem antiken Rom. Die Fülle an historischen Details und handelnden Personen fordert einiges an Aufmerksamkeit. Das "Dramatis Personae" zu Beginn hilft aber immer, falls der Überblick verloren zu gehen droht. Solide recherchiert, ansprechend erzählt und zu keiner Zeit langweilig – was will man (Mann?) mehr? – Empfohlen für alle Büchereien, allerdings sollte der Vorgängerband ebenfalls vorhanden sein und am besten auch zuvor gelesen werden.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Rom sei verflucht
Santiago Posteguillo ; aus dem Spanischen von Laura Haber und [einem weiteren]
dtv (2025)
Die Cäsar-Chroniken ; 2
845 Seiten
fest geb.