Tränennacht
In Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien, treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die angegriffene Daisy schafft es jedoch, sich zu verteidigen und vertreibt den Mörder. Zurück bleibt ein Medaillon mit einem charakteristischen Ornament, das der
FBI-Agent Gideon mal als Tattoo auf dem Körper hatte. Die Suche nach dem Mörder führt auch in die Vergangenheit von Gideon und seiner Schwester Mercy, die als Kinder in einer Sekte gelebt haben, in der man Mädchen zwangsverheiratet hat. In kurzen Kapiteln, die eine Zeit von Dezember bis März abdecken, wird die Geschichte von Seiten des Mörders und von Seiten des Ermittlungsteams, das aus allen "guten" Personen besteht, ziemlich langatmig erzählt. Das Strickmuster ist vorhersehbar: neben der Last der Vergangenheit, die auf allen - auch dem Mörder - ruht, gibt es auch noch eine Liebesgeschichte zwischen Daisy und Gideon. Kein Krimi, den man unbedingt gelesen haben muss.
Ruth Titz-Weider
rezensiert für den Borromäusverein.
Tränennacht
Karen Rose ; aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Brandl
Knaur (2021)
732 Seiten
kt.