Das Flüstern des Lebens
Die 68-jährige Doris Waldeck, ihre Tochter Isabelle und ihr Sohn Moritz werden von der Nachricht überrascht, dass Corinna, die Zwillingsschwester von Doris und erfolgreiche Besitzerin einer Kaffeeplantage in Tansania, einen tödlichen Unfall erlitten
hat. Und noch eine Überraschung erwartet die Familie: Corinna hatte eine Tochter, die 14-jährige Hannah, von der die Familie nichts ahnte. Hannah kommt nach München, dem Stammsitz der Familie, und wird dort liebevoll aufgenommen. Nur Moritz ist skeptisch und tatsächlich geht er im Testament seiner Tante fast leer aus. Isabelle dagegen erbt die Plantage und begibt sich auf eine aufregende Reise, die sie vor viele Herausforderungen stellt, ihr eine neue Liebe beschert und sie tief eintauchen lässt in die Schönheit, aber auch die Probleme des Landes. Währenddessen ficht Moritz das Testament seiner Tante an. In dem aus der Sicht von Isabelle, Doris, Hannah und Moritz erzählten Roman geht es nicht nur um Familie, Zusammenhalt und Geheimnisse, sondern auch um Traditionen der Massai, den Kampf gegen Armut, Kinderarbeit, ungerechte Arbeitsbedingungen, fehlende Bildungsmöglichkeiten und die Auswirkungen von Klimawandel und langanhaltender Regenzeit.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Flüstern des Lebens
Katharina Fuchs
Droemer (2024)
478 Seiten
fest geb.