Der Gesang der Seeschwalben

Die 58-jährige Anna März hat einen Podcast mit der auf der Insel Sylt lebenden 85-jährigen Bücherfreundin Fenja Lorenzen herausgebracht, nun will sie deren Biografie schreiben. Dafür verabredet sie sich mit ihr in deren Haus auf Sylt. Doch dort Der Gesang der Seeschwalben trifft sie nur Fenjas Tochter Elisa an. Sie beschließt, zunächst auf ihre Gesprächspartnerin zu warten. Als bei einem Sturm das Reetdach von Fenjas Haus beschädigt wird, finden Elisa und Anna in einem Hohlraum unter dem Dach einen Gedichtband, der als Versteck für einen Samtbeutel und eine mit Asche gefüllte Dose dient. Annas Neugierde ist nun geweckt. Wo ist Fenja und was hat es mit den Fundstücken auf sich? Parallel zu der in der Jetztzeit spielenden Handlung wird die Geschichte von Fenjas Mutter Lene, ebenfalls eine Büchernärrin, erzählt. Diese lebt mit ihren Eltern in Listland auf Sylt und verliebt sich 1937 in einen Autor, der jedoch nach einer gemeinsamen Nacht spurlos verschwindet. Sehr ausführlich und ergänzt durch anschauliche Beschreibungen der Insel Sylt erzählt die Autorin in diesem ersten Band einer Dilogie von Fenjas Familiengeheimnis, das bis in die heutige Zeit nachwirkt. Für alle Sylt-Fans und Leser:innen von Familiengeschichten gut geeignet.

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Gesang der Seeschwalben

Der Gesang der Seeschwalben

Gabriella Engelmann
Knaur (2025)

Die Bücherfrauen von Listland ; 1
350 Seiten
kt.

MedienNr.: 621307
ISBN 978-3-426-52507-4
9783426525074
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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