Vampire! Vampire!
Markus Heitz, Deutschlands derzeit erfolgreichster Autor fantastischer Romane, in denen es von Horrorwesen nur so wimmelt, hat eine Sammlung historischer Fakten über Vampire vorgelegt. Das Buch beginnt mit aktenkundigen Vorfällen. Dazu gehört ein
Bericht, den der Feldscherer Johannes Flückinger Anfang des 18. Jahrhunderts über einen aufsehenerregenden Fall in Serbien im Auftrag des österreichischen Kaiserhofes verfasst hat. Mehrere Menschen sind damals angeblich durch die Tätigkeit eines Vampirs ums Leben gekommen. So vielfältig wie der Volksglaube ist, so vielfältig sind auch die Empfehlungen darüber, wie man Vampire erkennt und wie man sie bekämpft. Dabei muss man sich auf harte Kost einstellen, schließlich geht es in den historischen Texten und den kulturellen Überlieferungen nicht zuletzt um drastische Schilderungen der Verwesungszustände von Verdächtigen und Verstümmelungsmethoden beim Kampf gegen die Bedrohung. Das bekannte Pfählen ist hier nur eine der möglichen Maßnahmen. Doch Heitz gelingt es auch hier, das Gänsehaut-Thema mit Ironie und Humor abzumildern. – Das Buch ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer allerdings die Romane von Markus Heitz mag, der kann den gelernten Historiker hier als Sachbuchautor von einer anderen Seite kennenlernen.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Vampire! Vampire!
Markus Heitz
Knaur (2025)
217 Seiten
fest geb.