Schwesternland

Bei der Feier des hundertsten Geburtstags ihrer geliebten Oma Henriette trifft die Ich- Erzählerin Antonia auf eine Verwandte, die ihr die eigene Familiengeschichte ans Herz legt und die Geschichtsstudentin ermutigt, sich auf die Spuren von Jeanne Schwesternland Beauvais, einer Hugenottin aus Lyon zu begeben. Gefesselt von dem Gedanken, Neues über ihre eigene Familie zu erfahren, und mit wenig mehr als dem Namen ihrer Vorfahrin bricht sie auf, um in der Schweiz und in Lyon mehr über Jeanne zu erfahren. Während Antonia in der Schweiz auf einen Unterstützer trifft und in Lyon neue Freunde findet, wird parallel die Geschichte Jeannes erzählt, die wegen ihres Glaubens Frankreich verlassen muss, dabei drei Familienmitglieder verliert und sich in Kölln an der Spree eine neue Existenz aufbaut. Während ihrer Recherchen stellt Antonia fest, dass sie selbst vor ihren Problemen nach Frankreich geflüchtet ist und sich die Antworten ihrer ganz persönlichen Fragen nur in Deutschland finden lassen. Durch die geschickt miteinander verwobenen Schicksale der beiden Frauen gelingt es der Autorin, Parallelen zu ziehen zwischen der heutigen Situation Geflüchteter und jener aus dem 17. Jh., die sich in eine ungewisse Zukunft aufgemacht haben. Das Buch ist der Auftakt einer neuen Reihe und ist ein Lesegenuss für Fans von Familiengeschichten mit historischem Bezug. Für jeden Bestand geeignet.

Barbara Dorn

Barbara Dorn

rezensiert für den Borromäusverein.

Schwesternland

Schwesternland

Katharina Fuchs
Droemer (2026)

478 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624560
ISBN 978-3-426-56911-5
9783426569115
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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