Zwänge verstehen und hinter sich lassen
Exzessiver Putz- oder Waschdrang, Kontrollzwang beim Verlassen der Wohnung, Anhäufung aller möglichen Gegenstände - all das können Anzeichen einer Erkrankung sein, die Betroffene u.U. sozial und emotional isolieren und andere Krankheitsbilder wie
z.B. Depression oder übermäßige Angst als Begleiterscheinung haben. Dieses Buch legt leicht verständlich und gut lesbar dar, was die diversen Auslöser für Zwangsgedanken und zwanghaftes Handeln sein können, wie man sie erkennen und auch selbst analysieren kann, welche Arten von professionell unterstützter Hilfe angeboten werden. Besondere Bedeutung kommt dabei dem sozialen Umfeld als Beobachter und Feedbackgeber sowie als Unterstützer bei der Überwindung der Zwanghaftigkeit zu. Stengler und Jahn bieten eine Orientierungshilfe für Erkrankte, deren Angehörige oder Freunde an, um das Krankheitsbild besser zu verstehen und auch besser damit umzugehen. In der Selbstreflexion Geübte können anhand der Selbsttests und Übungsblätter zur Eigenbeobachtung lernen, die Zwänge besser in den Griff zu bekommen, vielleicht auch zu überwinden. - Von der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen e.V. empfohlen, für große Bestände auf jeden Fall geeignet.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Zwänge verstehen und hinter sich lassen
Katarina Stengler, Ina Jahn
Trias (2024)
204 Seiten : Illustrationen (farbig)
kt.