Slow gardening
"Slow Gardening – alles in der Natur hat und braucht seine Zeit." Das ist das Motto der beiden Autorinnen, als Schwestern aufgewachsen auf einem Bauernhof in der Umgebung Münchens. Von Kindheit an haben sie im Bauerngarten des Opas mitgeholfen und
so naturnahes und damit auch nachhaltiges Gärtnern verinnerlicht. Im Buch beschreiben sie, wie wichtig es ist, sich nicht von seinem Garten überfordern zu lassen, damit der Spaß am Arbeiten erhalten bleibt. Sie verwenden keine Chemie, setzen auf Misch-, zum Teil auch auf Permakultur, denken in Kreisläufen und wollen so die Vielfalt der Pflanzen und alten Sorten erhalten. Natürlich ist ihr Garten insekten- und tierfreundlich. Er ist Raum zur Erholung und Entspannung vom Alltagsstress, gleichzeitig dient er aber auch der Selbstversorgung. Sie beschreiben, wie man einen Küchen-, Gemüse- und Kräutergarten anlegt, Pflanzen aus Samen zieht oder anderweitig vermehrt und welche Sorten sich dafür am besten eignen. Um den gärtnerischen Erfolg zu garantieren, legen sie Wert auf natürlichen Pflanzenschutz, den Erhalt von Bodenstrukturen und das chemiefreie Düngen. Ein kleiner Abschnitt ist Blumen und Stauden gewidmet, ohne die ein Garten einen Teil seiner Schönheit verlieren würde. Eingestreut in die einzelnen Abschnitte sind Rezepte zum Genießen von frischem Gemüse, Früchten und Kräutern, aber auch zu deren Haltbarmachung. – Wer naturnah gärtnern möchte, findet in diesem reichhaltig und ansprechend illustrierten Buch sehr kompakt alle dafür nötigen Informationen. Für alle Büchereien geeignet.
Josef Schnurrer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Slow gardening
Elisabeth Grindmayer & Stephanie Haßelbeck
Kosmos (2024)
192 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.