Die Ozeanschwimmerin
Drei Kapitel: Schmerz – Zorn – Hoffnung. Sophie hat Mann und Sohn durch einen Unfall verloren. Eher zufällig entsteht der Plan, die Ocean’s Seven zu absolvieren – sieben Meerengen zu durchschwimmen. Trauerarbeit? Spiel mit dem eigenen Tod?
Weiß Sophie eigentlich, warum sie das macht? Sie sucht sich Unterstützung: Ihr Schwager Thomas, in einer unglücklichen Ehe mit ihrer Schwester. Iona, die Zwillingsschwester ihres verstorbenen Mannes. Der anfangs sehr unwilligen Kameramann Raffael. Es entsteht ein eingeschweißtes Team. Und man merkt, wie Sophie sich entwickelt, wie sie mit dem Meer und sich kämpft, wie sie alles hinterfragt und mehr und mehr zu sich findet. Zugleich entwickeln sich ihre Begleiter weiter. Ein sehr tief gehendes und rührendes Buch, bei dem man mehr und mehr nicht nur mit der Protagonistin mitfiebert. Nicht nur die Autorin hat geweint – sie beim Schreiben, ich beim Lesen. Empfohlen für alle Bestände.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Ozeanschwimmerin
Charlotte Tarnowski
Goldmann (2026)
349 Seiten
fest geb.