Midlife Crisis
Der Titel hat begrifflich schon länger in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden und es heißt, die Idee einer Midlife-Crisis sei von der psychologischen Forschung in die Populärkultur gewandert. Die Historikerin fand heraus, dass es genau andersherum
war. Der Begriff „Midlife Crisis“ wurde 1976 durch die Veröffentlichung von "Passages" der Journalistin Gail Sheehy bekannt. Die zunehmende Unzufriedenheit von Frauen mit ihrer Mutter- und Hausfrauenrolle wurde hier beschrieben und gedeutet. Susanne Schmidt sieht auf die patriarchale Vereinnahmung und lädt zur Rückbesinnung auf das emanzipatorische Potenzial der Midlife-Crisis ein. Das steht für den Bedarf an Gleichberechtigung und gegen eine unterschiedliche Sicht von Wahrnehmung des Alterns von Männern und Frauen. Großen Bestände empfohlen.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Midlife Crisis
Susanne Schmidt ; aus dem Eglischen von Annika Klapper und [einer weiteren]
Goldmann (2025)
332 Seiten : Illustrationen, Diagramme
kt.