Nordsee-Nacht
1987: Friederike ist sechs Jahre alt und ein ernstes, introvertiertes Mädchen. Ihre Eltern schicken sie gegen ihren Willen an die Nordsee in ein Feriencamp im kleinen Ort Hulthave. Schon in der ersten Nacht verschwindet Friederike spurlos. Die junge
Betreuerin Sascha macht sich schwere Vorwürfe, da Friederike während ihrer Nachtwache verschwand - aber vor der Polizei verheimlicht sie wesentliche Tatsachen. Hauptkommissar Ulrich Wedeland und seine Mitarbeitenden versuchen alles, um Friederike wiederzufinden und gehen jeder auch noch so kleinen Spur nach - doch ergebnislos. 25 Jahre später wird plötzlich am Strand von Hulthave eine junge Frau angespült, die unter Gedächtnisverlust leidet und sich weder an ihren Namen noch an ihre Herkunft erinnern kann. Die Journalisten wittern eine Story: handelt es sich bei der Frau um Friederike? Die zweigeteilte Kriminalgeschichte widmet sich vordringlich mit den Folgen, die das Verschwinden des Mädchens für alle Beteiligten, vor allem aber für die Betreuerin Sascha und Kommissar Wedeland hat. Eine interessante und fesselnde Lektüre!
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Nordsee-Nacht
Hannah Häffner
Goldmann (2022)
379 Seiten
kt.