Die Rache
Aura, bis vor zwei Jahren erfolgreiche Investmentbankerin, droht eine Haftstrafe, wenn sie die Kaution nicht aufbringen kann. Der Finanzbetrug, den man ihr vorwirft, wurde von ihrem Chef in so raffinierter Weise eingefädelt, dass es keine Beweise
gibt. Außer dem finanziellen Disaster muss Aura für ihre zwei Mädchen sorgen und mit dem gewaltsamen Tod ihres Mannes und der Demenzerkrankung ihrer Mutter fertig werden. Trotzdem steckt die hervorragende Strategin, die sie einmal in der Bank gewesen ist, immer noch in ihr und als sie der ehemaligen Elitesoldatin Mari Paz begegnet, entwickelt sie einen Plan, sich das Geld zu besorgen und ihren ehemaligen Chef in die Falle laufen zu lassen. Dazu gesellt sich noch Sere, eine Computerspezialistin, die seinerzeit dafür sorgte, dass die betrügerische Transaktion nur Aura angelastet werden konnte. Damit entwickelt sich der Rachefeldzug des Trios, der die Leser:innen durch Madrid und in die dunkle Welt der Banken und Finanz führt. Mittelmäßig spannend, lebt von vielen Dialogen.
Ruth Titz-Weider
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Rache
Juan Gómez-Jurado ; aus dem Spanischen von Sybille Martin
Goldmann (2024)
649 Seiten
kt.