Our holiday
Der Klappentext „Doch als ein Toter gefunden wird, bekommt die Idylle Risse“ stimmt nicht. Risse zeigen sich in allen Beziehungen von Anfang an in diesem Buch, bis relativ spät ein Mensch stirbt. Am 1. August fährt Charlotte mit ihrer Familie
in ihr Ferienhaus, Freundin Amy und ihre Familie urlauben gleich um die Ecke. Sie sind reiche Londoner, die ihre Ferienhäuser nur im Sommer nutzen, sonst stehen diese leer. Dagegen protestiert die #NJFA – Not just for august – eine Gruppe Einheimischer, denn die Wohnsituation auf der Insel ist mehr als prekär. Es gibt Proteste und Vandalismus und in dieser aufgeladenen Situation wird sichtbar, was sonst hinter der glatten Fassade gehalten wird: Untreue, Betrug, Hass, Kleptomanie, Gewalt und zwar auf beiden Seiten. – Die Autorin versteht es, die Fäden der Handlungen zu verflechten und ihre Charaktere in all ihrer Eitelkeit und Unzulänglichkeit darin einzufügen. Ein dickes Buch, 570 Seiten, das eine unterhaltsame Urlaubslektüre bietet. Empfohlen.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Our holiday
Louise Candlish ; aus dem Englischen von Beate Brammertz
btb (2026)
570 Seiten
kt.