Haltlos
Emily stand neben ihrer Freundin Liv, als diese vor die U-Bahn stürzte und starb – aber die Erinnerungen daran sind verschwunden: Amnesie. Als Livs Mutter sie bittet, Livs Apartment auszuräumen, zieht Emily kurzerhand dort ein. In ihr wächst die
Überzeugung, dass es kein Unfall war und Liv sich nie umgebracht hätte, also beginnt sie zu ermitteln. Nebenan wohnt Shakes, ein Kleinkrimineller, der rasch für Emily zum Verdächtigen wird. Auszüge aus Livs Tagebuch und aus Therapiesitzungen mit einem Unbekanntem (dem Täter?) sowie Emilys und Shakes Perspektiven bieten abwechslungsreiche Blickwinkel auf das Geschehen. Der Psychothriller beginnt packend, ist gut geschrieben und konstruiert, leider hält er die Spannung nicht ganz so hoch, aber trotzdem möchte man wissen, wer am Ende der Täter war bzw. was nun wirklich auf dem Bahnsteig geschah. Ein sehr gut geschriebener Psychothriller.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Haltlos
Sarah Nisi
btb (2025)
349 Seiten
kt.