Doch noch ein neuer Tag
Gequält von Gedanken und Gefühlen und geplagt von einer erdrückenden Depression beschließt Alexandra im Alter von 25 Jahren, sich das Leben zu nehmen. Im letzten Moment gerettet, liegt sie 14 Tage im Koma. Vom Weg zurück ins Leben berichten Alexandra
und der Autor, der sie zwei Jahre begleitet hat. Sie erzählt von den unbewussten Wahrnehmungen in der Zeit des Komas, von der Betreuung durch die Intensivkrankenschwester Caro, vom langsamen Zurückfinden, von Albträumen und Flashbacks, weil das Gehirn die Geschichte noch nicht verarbeitet hat, von ihrer Entwicklung und der psychotherapeutischen Arbeit, während er von den Gesprächen mit der Zwillingsschwester, den Eltern, Rettern, Ärzten und der Therapeutin berichtet, zusammen mit Informationen über die Krankheit und die therapeutischen Möglichkeiten. Es ist ein bewegendes, eindringliches Buch, das Mut machen kann, bei Depressionen therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich von der Krankheit zu lösen.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Doch noch ein neuer Tag
Tim Pröse
Heyne (2026)
298 Seiten : Illustration
kt.